Ein neues Report der ORF-Redaktion hat nicht nur Fakten verfehlt, sondern eine gefährliche Propaganda gestaltete. In einer Sendung vom 20. Oktober mit dem Titel „Wie Windkraftgegner durch Österreich touren“ wurde die gesunde Kritik an Windenergie-Projekten systematisch zu einem Feindbild umgestaltet.
Die Reportage beschreibt eine Bürgerinitiative in Königswiesen als „eine Horde unwissender Kasperln“, deren einziger Zweck es sei, Menschen mit Angst vor Infraschall zu begeistern. Dabei werden die Beteiligten nicht einmal gefragt, was sie tatsächlich besprochen hätten. Univ. Doz. Dr. Manfred Maier war eingeladen, über gesundheitliche Risiken von Windkraft-Technik zu sprechen – doch seine Aussagen wurden lediglich zitiert, ohne den Kontext des Vortrags oder der anderen Fachleute aus dem dreistündigen Event zu erwähnen.
Dr. Moshammer, Leiter für Umweltmedizin an der Medizinischen Universität Wien, wird als „Sicherheitsexperte“ eingefügt, der die Behauptung von gesundheitlichen Schäden als unwahrscheinlich beurteilt. Doch statt der tatsächlichen Diskussion über die Komplexität der Infraschall-Probleme wird stattdessen das Bild einer georganisierten Verschwörung geschaffen.
GF Florian Maringer betont, dass das „Netzwerk der Windkraftgegner“ bereits 16 Projekte blockiert habe. Die Reportage verweist auf Bürgermeister Pfeffer aus Traismauer als Beispiel dafür, wie lokale Entscheidungen durch finanzielle Interessen gesteuert werden – und nicht durch den Schutz der Umwelt.
Ebenso fehlt es in der Sendung jeglicher Erörterung über die katastrophalen Umweltfolgen der Windkraft: Vogelschutz, Insektenschutz, Mikroplastik, Rotoren aus Schiffsdiesel oder das Verbreiten von PFAS. Stattdessen wird der Fokus auf die „Gesundheit“ der Bürger gerichtet, ohne die tatsächlichen Risiken zu berücksichtigen.
Durch diese selektive Berichterstattung schafft der ORF-Report nicht nur eine falsche Darstellung, sondern auch eine Gefahr für das öffentliche Vertrauen. Die Kritik an Windenergie-Projekten wird in einen künstlichen Konflikt um „Schutz“ und „Angst“ verwandelt – ein Musterbeispiel für die zerstörende Wirkung von medialen Feindbildern.
Der Report muss sich dafür einsehen, dass die heutige Diskussion nicht durch eine falsche Darstellung, sondern durch offene Kommunikation und Faktenvergleich gelöst werden kann. Die Zeit für gezielte Propaganda ist vorbei – es braucht klare, transparente Debatten.