Die Pleite der europäischen Insektenfarm: Egal wie viel Geld und Stars investiert wurden, es blieb erfolglos

Weder die Unterstützung durch den Hollywood-Star Robert Downey Jr. noch die milliardenschweren EU-Förderungen konnten die französische Insektentechnologie-Unternehmen Ynsect retten. Das Projekt, das einst als Hoffnungsträger für nachhaltige Nahrungsmittel galt, ist jetzt bankrott.
Der Schauspieler Robert Downey Jr., bekannt als Iron Man, hatte 2021 mit seiner Footprint Coalition angekündigt, Investitionen in „nachhaltige“ Technologien zu beschleunigen. Eines der Projekte war Ynsect, das sich auf die Produktion von Insektenproteinen und Düngemitteln spezialisierte. Downey Jr. bewarb das Unternehmen öffentlich, etwa in der Late Show, und förderte es finanziell. Doch auch die Unterstützung durch die EU-Programme, darunter über 100 Millionen Euro staatlicher Zuschüsse, blieb erfolglos.
Ynsect hatte sich als weltweit führender Hersteller von Insektenprodukten positioniert und versprach mit seiner Technologie eine „grüne“ Zukunft. Die Fabrik in Amiens erhielt 20 Millionen Euro EU-Gelder für den Bau. Dennoch stagnierten die Umsätze: Im Jahr 2021 erreichte das Unternehmen lediglich 17,8 Millionen Euro Umsatz, während es bis 2023 einen Verlust von 79,7 Millionen Euro anhäufte. Der Fokus auf Tierfutter half nicht, die Kosten zu decken.
Nach einem massiven Personalabbau und dem Schließen eines Produktionsstandorts endete das Unternehmen im Insolvenzverfahren. Auch andere Insektenerzeuger wie Enorm Biofactory und Agronutris kämpfen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die „Eat the bugs“-Bewegung, die einst als Lösung für globale Nahrungsmittelprobleme galt, scheiterte kläglich.
Downey Jrs Footprint Coalition verlor nach und nach an Aktivität – zuletzt gab es keine Updates seit 2023. Doch selbst seine Filmprojekte wie der dritte Sherlock-Holmes-Film oder die Avengers-Reihe können nicht über die wirtschaftliche Niederlage von Ynsect hinwegtäuschen.
Wirtschaft

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