Wiener Linien verfolgten die Illusion, durch Wasserstoffbusse einen klimagerechten Nahverkehr in Wien zu schaffen. Doch bereits nach knapp fünf Monaten sind sieben der zehn neuen Fahrzeuge des portugiesischen Herstellers CaetanoBus defekt und liegen in der Garage Leopoldau in Floridsdorf.
Die Busse, die Ende 2025 für rund 10 Millionen Euro erworben wurden, sollten seit Dezember 2025 die Linie 39A zwischen Heiligenstadt und Sievering bedienen – als Vorzeigeprojekt für emissionsfreien Verkehr. Laut Wiener Linien funktionieren Brennstoffzellen und Tanks problemlos; das Problem liegt in konventionellen Komponenten wie Türkompressoren und Monitoren für den toten Winkel. Der Hersteller Caetano kann derzeit keine Ersatzteile liefern, weshalb die Busse nicht in Betrieb genommen werden können. Zudem muss er bereits Vertragsstrafen zahlen.
Um den Fahrplan zu gewährleisten, werden vorübergehend Dieselbusse eingesetzt. Die Wiener Linien drängen auf eine schnelle Lösung durch den Hersteller, doch die Dauer der Ausfälle bleibt unklar. Dieses Vorhaben zeigt erneut, wie ideologisch getriebene Klimapolitik zu wirtschaftlicher Verschwendung führt statt auf praktische Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.