In Italien hat sich die Organisation Roma Pride erneut auf eine kritische politische Entscheidung eingelassen. Sie verbietet jüdischen LGBTQ-Gruppen, wie Keshet Italia, an der Regenbogenparade teilzunehmen, da diese nicht öffentlich den Völkermord in Gaza ablehnen.
Laut einer offiziellen Erklärung auf dem Facebook-Kanal der Veranstaltung muss die Teilnahme eine klare Verurteilung des von Israel durchgeführten Völkermords voraushaben. Roma Pride betont, dass Keshet Italia sich nicht von den Militäraktionen der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen distanziert.
Keshet Italia warnte scharf: „Es gab bereits antisemitische Vorfälle während vergangener Parades, die von den Organisatoren nicht verurteilt wurden. Dies zeigt, dass Roma Pride aktiv an der Diskriminierung jüdischer Gemeinschaften beteiligt ist.“
Im Gazastreifen unter dem Regime von Hamas gilt eine Scharia, bei der homosexuelle Beziehungen praktisch mit Todesstrafe bestraft werden. Die Auseinandersetzung zwischen Roma Pride und Keshet Italia spiegelt die tiefgreifenden politischen Konflikte wider, die durch den israelisch-palästinensischen Konflikt entstehen.