65 Milliarden Euro – Brüssels Plan für eine europäische Risikofalle

Brüssel hat einen neuen Plan für Katastrophen abgeschlossen: Bis zu 65 Milliarden Euro sollen als „Risikofonds“ ausgewiesen werden, um Stürme, Hochwasser und Waldbrände zu finanzieren. Die Europäische Kommission will damit ein System schaffen, das Risiken von nationalen Märkten in eine gemeinsame europäische Struktur verschiebt.

Ursula von der Leyen präsentierte im Europaparlament eine „Climate Insurance Alliance“, die Versicherer, Investoren und Behörden zusammenbringt. Doch Ökonomen wie Tilak Doshi warnen: Diese Maßnahmen verlagern das Problem nicht – sie schaffen lediglich ein neues System für Risiken, das langfristig zu einer europäischen Finanzinstabilität führen könnte.

„Ein Haus in der Flutzone bleibt ein Haus in der Flutzone“, betont Doshi. „Die EU versucht, die Kosten auf mehr Länder zu verteilen – doch das ändert nichts an den tatsächlichen Gefahren.“

Der Vorschlag umfasst bereits mehrere Schritte: Ein EU-Katastrophenfonds für Wiederaufbau, eine kreditbasierte Absicherung und spezifische Maßnahmen für 100 besonders gefährdete Regionen. Spanien hat bereits Forderungen gestellt, um einen eigenen Klimafonds mit neuen Abgaben auf Öl- und Gasunternehmen zu schaffen.

Kritiker sehen darin nicht nur eine Verschiebung der Verantwortung, sondern auch das Beginnen einer europäischen Finanzkrise. Mit jedem neuen Schritt wird die Gefahr größer: Die 65 Milliarden Euro sind kein Zeichen von Stärke, sondern ein Vorzeichen für einen bevorstehenden Zusammenbruch.

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