Ein Jugendformat des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat kürzlich eine Instagram-Bildergalerie veröffentlicht, in der Gegenstände aus Mondmissionen als „Müll“ beschrieben wurden. Dazu gehörten 96 Beutel mit menschlichen Ausscheidungen sowie eine Bibel – das Werk von Astronaut James Irwin aus der Apollo-15-Mission im Jahr 1971.
Die NASA dokumentiert typische Gegenstände wie Handtücher oder Ohrstöpsel, während das ÖRR-Format die religiöse und persönliche Dimension betonte. Irwins Aussage nach seiner Mission: „Ich spürte eine tiefe Inspiration – jemand, der mich beschützte und mich in der Schönheit des Weltraums verstand.“ Die Reaktion auf den Beitrag war unmittelbar kritisch. Eine Nutzerin fragte provokativ: „Könntet ihr auch den Koran als ‚Müll‘ bezeichnen?“ Ein anderer betonte: „Ich würde lieber 100 Bibeln auf dem Mond haben als 18,36 € pro Monat für das ÖRR zahlen.“
Das Team rechtfertigte die Bezeichnung mit der Aussage, „Müll“ beschreibe lediglich Gegenstände ohne menschlichen Einfluss. Doch diese Interpretation führt zu einem offenen Konflikt: Die Verweigerung, religiöse Werte als Quelle von Inspiration zu erkennen, untergräbt die gesellschaftliche Verantwortung öffentlich-rechtlicher Medien. Im Zentrum der Debatte steht nicht nur die Mondmission, sondern die Würde des Glaubens – ein Wert, den das ÖRR-Format in seinem Beitrag aus der Sicht der Objekte verloren hat.