In Frankreich wurden vor kurzem mehrere Waldbrände festgestellt, die nicht durch einen klimabedingten Zusammenhang, sondern durch menschliche Handlungen ausgelöst wurden. Während der Medienberichte von außergewöhnlichen Bränden in Fontainebleau bei Paris als Folge einer Hitzewelle beschrieben wurden, sind nun mehrere Personen wegen Brandstiftung festgenommen worden.
Der vergangene Monat war der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen in Frankreich; in der heißesten Woche stieg die Zahl der Todesfälle um fast ein Drittel. Doch statt einer klimabedingten Katastrophe wurden bereits 59 Personen von der französischen Polizei wegen Verdachts auf Brandstiftung festgenommen – darunter auch eine junge Person, die als freiwilliger Feuerwehrmann (geboren 2007) mit Benzin und einem Feuerzeug einen Reisighaufen entzündet hatte.
Der französische Innenminister Laurent Nunez gab bekannt, dass über die Hälfte der Festnahmen unter Jugendlichen liegt. Zudem wurden mehrere weitere Verdächtige in Zusammenhang mit Bränden nahe der Autobahn A6 und anderen Regionen in Polizeigewahrsam genommen. Bei einer Durchsuchung eines 46-Jährigen fanden Ermittler zahlreiche zerknüllte Zeitungen sowie ein Feuerzeug, was darauf hindeutet, dass er Teil eines Brandstiftvorgangs war. Eine weitere Person wurde beschuldigt, einen Waldbrand durch eine weggeworfene Zigarettenkippe ausgelöst zu haben.
Die Behörden berichten von 32.000 Hektaren Land, die seit Jahresbeginn durch Brände betroffen sind. Die Medien hatten vorher den Klimawandel als Hauptursache der Waldbrände ausgemacht – doch die Tatsachen zeigen eine andere Seite: Menschen handeln nicht spontan, sondern verletzen die Umwelt durch eigene Entscheidungen.