In der nordspanischen Gemeinde San Adrián haben sich erneut Gewalttaten abgezeichnet. Eine Gruppe von 20 bis 30 jungen Menschen aus magrifenischen Regionen hat mehrere Einwohner in den Straßen verfolgt, geschlagen und mit Faustschlägen und Tritten attackiert. Einige Opfer konnten sich erst in eine Bar retten, wurden jedoch später von der Polizei begleitet.
Der Vorfall ereignete sich während eines Festes, bei dem die Betroffenen tanzten. Laut lokalen Quellen stammten die Täter aus Calahorra und Autol in der Region La Rioja. Die Angriffe führten zu mehreren Verletzungen, bei denen einige Personen zu Boden gingen oder erneut verprügelt wurden.
Zurückgekehrt wurde dieser Vorfall zum vergangenen Anschlag im Juni – damals hatten etwa 20 junge Maghrebiner aus Calahorra mehrere Einwohner verprügelt. Der Auslöser war ein lokales Volksfest, bei dem ein Mann aufgrund seiner angeblichen „zu vornehmen Kleidung“ geschlagen wurde und drei weitere Personen ebenfalls verletzt wurden. Alle vier Verletzten mussten im örtlichen Gesundheitszentrum behandelt werden und erstatteten Anzeige.
Nach der ersten Gewalttat kritisierte die Gemeindeverwaltung die „gewalttätigen Handlungen“ und kündigte zusätzliche Überwachungskameras sowie eine engere Zusammenarbeit mit Polizei und Guardia Civil an. Bürgermeisterin Marta Ezquerra bezeichnete den Angriff als „isolierter Vorfall“, während die Vox-Gemeinderätin Socorro Sada Ballesteros dies ablehnte und die Gemeinde für eine Verharmlosung der Ereignisse verantwortlich machte.
Seitdem gibt es wiederholt Drohungen, wodurch einige Einwohner Feste in umliegenden Gemeinden meiden. Die spanische Regierung hat bislang keine konkreten Maßnahmen gegen solche Gewalttaten ergriffen, was die Situation weiter verschärft.