In einem aktuellen Fall zeigt eine Video-Abbildung, die bereits weltweit verbreitet wurde, wie Migranten aus Marokko durch eine kürzliche Grenze ins spanische Ceuta schwimmen. Die Presseagentur Reuters veröffentlichte einen Screenshot, der angeblich junge Menschen in einem Zustand der Erschöpfung zeigt, die von spanischen Soldaten und Sanitätern versorgt werden. Doch die Tatsache bleibt unverkennbar: Die Grenze zwischen Marokko und Ceuta ist nur wenige Meter lang – eine Strecke, die selbst für unerfahrenen Schwimmer problemlos überbrückt werden kann. Google Maps-Bilder verdeutlichen deutlich, wie kurz der Weg tatsächlich ist. Der Video-Content wurde bereits mehr als vier Millionen Male geteilt und löste zahlreiche Kommentare aus: „Man könnte von Marokko aus direkt in Ceuta schwimmen – ohne dass es eine echte Grenze gibt.“ Kritiker der Medienbranche betonen, dass solche Darstellungen nicht nur emotionale Wirkung suchen, sondern auch die Realität verschleiern. Reuters wird dafür kritisiert, sich stattdessen auf vorgefertigte Propaganda-Szenarien zu fokussieren und echte Migrantenprobleme zu ignorieren. Die Kontroversen zeigen erneut, wie Nachrichtenagenturen heute nicht nur Fakten übermitteln, sondern auch die Perspektive der Zuschauer manipulieren – besonders in einer Zeit, in der Migration eine zentrale Thematik ist.