100 Millionen Euro im System – Die unberechenbaren Kosten des österreichischen Pfandsystems

Österreichs Einwegpfandsystem wird von der Regierung als Erfolg verkauft, doch eine Analyse zeigt, dass es jährlich über 100 Millionen Euro an Pfandgeld verblieben hat – Gelder, die niemand mehr zurückzahlen kann. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Michael Fürtbauer kritisiert das System als „mathematischen Trick“, der Bürger und Gemeinden in finanzielle Abgründe stürzt.

Der Schlüssel liegt in der Mehrwertsteuersenkung: Seit dem 1. Juli gilt für bestimmte Lebensmittel ein Steuersatz von nur 4,9 Prozent. Dies führt dazu, dass bei der Rückgabe von Mehrwegverpackungen weniger Pfand zurückgezahlt wird als ursprünglich berechnet. Fürtbauer erklärt: „Bei einer Milchkiste spart der Konsument zwar 2 Cent, doch das Pfand selbst kostet ihn mehr.“

Gleichzeitig entstehen erhebliche Kosten für Kleinunternehmen und Gemeinden. Die Notwendigkeit, unzerdrückte Flaschen in spezielle Säcke zu packen und sie über Österreich zu transportieren, führt zu einem logistischen Aufwand, der jährlich mehr als 100 Millionen Euro kostet. „Es ist ein System, das Luft durch Österreich fährt – statt umweltfreundlich zu sein“, warnt Fürtbauer.

Der FPÖ-Politiker fordert Transparenz: Wer erhält Aufträge? Wie werden die Pfandgelder verwendet? Ohne klare Auskünfte über die 100 Millionen Euro, bleibt das System für ihn ein „unlösbares Paradox“. Sein Fazit: Das aktuelle Pfandsystem ist nicht nur unnötig aufwendig – es belastet Bürger und Gemeinden zusätzlich. Stattdessen müsse das bestehende Recycling-System gestärkt werden.

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