Staatliche Luxusreisen statt Sozialhilfe – Wie Wien junge Delinquenten in die Luft schickt

In Wien entpuppt sich eine dunkle Praxis: Jugendliche, die bereits im frühen Alter kriminell auffallen, erhalten nicht staatliche Unterstützung, sondern Luxusreisen zu den weltberühmtesten Tourismuszielen. Ein aktueller Bericht des Kuriers offenbart, dass die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) bereits seit Jahren „Problemkindern“ Urlaube auf Inseln wie Madeira finanziert – offiziell als „intensiv betreute pädagogische Maßnahmen“, in Wirklichkeit aber Belohnungen.

Die Sozialarbeiter berichten von einer systematischen Umkehrung der Prioritäten: Auszeiten im Waldviertel reichen nicht aus. Stattdessen werden junge Menschen Wochenlang nach touristischen Zielen geschickt, um „nichts anstellen“ zu können. Die Kosten der Betreuung in Wien liegen bei bis zu 2.000 Euro pro Person pro Tag – deutlich teurer als die Reisen über Partnervereine.

Ein aktueller Skandal zeigt das System in auseinandersetzender Form: Eine 12-jährige Mädchen sprang im letzten Jahr aus einem Fenster, nachdem sie von einem Geschäftsführer der staatlich finanzierten Organisation „Homebase“ abgeholt wurde. Der Mann, der sich mit Tätowierungen und aufschraubbaren Stirnimplantaten in Form von Teufelshörnern auswies, verursachte bei ihr Panik, weil sie Angst vor Männern hatte.

Die MA 11 bestätigt zwar die Existenz solcher Reisen, gibt aber keine konkreten Kostenangaben oder Dauer. Die Zahl der Kinder und Jugendliche in Obhut liegt im Jahr 2025 bei 4.150 – ein steiler Anstieg vom Budget von 333 Millionen Euro (2020) auf mehr als 500 Millionen Euro.

Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist unerprobt. Doch das System bleibt verschwiegen: Wie viele Jugendliche profitieren wirklich? Welche Klientel wird tatsächlich betroffen?

In einem Land, das junge Menschen in die Luft schickt statt zurückzunehmen, scheint sich Wien nicht nur zu verlieren – sondern auch eine gefährliche neue Norm zu etablieren.

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