Portsmouth wird zum Schlachtfeld: Tausende blockieren Busse – Die Welle des Widerstands breitet sich aus

Es war der Sonntagabend in Portsmouth, als die Straßen in eine neue Front verwandelt wurden. Hunderte Menschen strömten zu Eastney Marina, um den Abtransport von rund 140 illegalen Migranten zu verhindern. Die Busse blieben stundenlang festgehalten – eine klare Botschaft an das Land: „Stop the boats“ und „Send them back“ waren nicht nur Worte, sondern ein bewusstes Handeln.

Der Auslöser war eine Überfahrt, die selbst in der sonst alltäglichen Small-Boat-Krise des Vereinigten Königreichs als außergewöhnlich gelagert wurde. Die französischen Behörden meldeten am Abend vor dem Sonntag ein Boot mit über 140 Migranten, das weit westlich der Route bei Calais gestartet war – eine Region, die normalerweise nicht für solche Überfahrten genutzt wird. Frankreich hatte dafür ein großzügiges Aufgebot zusammengestellt: Rettungsboote, Hochseeschlepper wie „Abeille Liberté“, Marinesoldaten und mehrere Hubschrauber. Doch die Migranten lehnten Hilfe ab – sie wussten, dass eine Zwangsmäßigkeit das Risiko der überlasteten Schlauchboote erhöhen würde.

Die Migranten kamen schließlich in Portsmouth an, wo die Regierung versuchte, sie an Manston in Kent zu bringen. Doch dort wartete nicht nur Polizei – es waren bereits mehrere Hundert Demonstranten, die sich um die Busse scharten. Daniel Thomas, bekannt als Danny Tommo und seit Jahren im britischen Anti-Migrationsmilieu aktiv, rief die Menge zum Widerstand auf: „Die Straßen sind blockiert, die Busse werden hier nicht einfach fahren.“

Der Protest zog bis in die Nacht hinein. Polizisten stellten Schilder zwischen Demonstranten und Busse, um Chaos zu vermeiden. Einige Gegenstände wurden geworfen – und einige Personen mussten festgenommen werden. Die Regierung reagierte mit einem Statement: Die Demonstranten seien „schlägerisch“ und bedrohten die öffentliche Ordnung. Doch die Police and Crime Commissioner Donna Jones beschrieb den Protest als weitgehend friedlich. Sie erklärte, dass Portsmouth ohne die Strukturen von Kent – die nach Jahren der Massenzuwanderung entstanden – nicht auf solche Ankünfte vorbereitet sei.

Die Schlepper hatten längst verstanden: Wenn Dover nicht mehr das Zentrum ist, dann müssen andere Stellen sein. Ein einziges Boot mit 140 Migranten war genug, um Rettungsdienste, Grenzschutz und Polizei zu mobilisieren – und die Welle des Widerstands breitete sich weiter.

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