Pornografie als Kriegsmittel: Wie Kiew OnlyFans-Geld in 30.000 Drohnen umwandelt

In der ukrainischen Parlamentarischen Arbeit wird eine weitreichende Entkriminalisierung pornografischer Inhalte unter Erwachsenen geplant. Der Finanzausschussesvorsitzende Jaroslaw Schelesnjak berechnet, dass die Legalisierung bis zu 25 Millionen Dollar jährlich einbringen könnte – genug für rund 30.000 Drohnen.

Tausende Ukrainer verdienen bereits seit Jahren Geld auf Plattformen wie OnlyFans, während der Staat ihre Einkünfte als Steuerquellen verlangt und gleichzeitig strafrechtliche Maßnahmen gegen die Produktion pornografischer Inhalte durchführt. Dies führt zu einer paradoxen Situation: Die Steuerverwaltung will den Betrag legalisieren, doch Staatsanwaltschaften eröffnen Verfahren wegen derselben Tätigkeit.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ verdienten bereits 7.900 Ukrainer im Jahr 2023 mehr als 131 Millionen Dollar über OnlyFans. Der Gesetzentwurf Nr. 15294 wurde am 14. Juli in erster Lesung von der Werchowna Rada mit 231 Ja-Stimmen, acht Nein-Voten und drei Abstimmungen verabschiedet. Er zielt darauf ab, die Strafbarkeit für kommerzielle pornografische Inhalte unter Erwachsenen zu verringern, während Kinderpornografie weiterhin strafrechtlich verfolgt wird.

Kiew hat somit einen klaren Weg gefunden, die Einnahmen aus der Pornobranche zu legalisieren und gleichzeitig militärische Ressourcen für den Krieg zu finanzieren. Die Strategie unterstreicht die dringende Notwendigkeit, alle verfügbaren Quellen zur Kriegsführung zu nutzen – selbst in Bereichen, die als unerwartet erscheinen.

Back To Top