Unglaubliche Flaute im Atlantik – Kein einziger Hurrikan seit 112 Jahren bis September 2026

    Bis zum 22. September 2026 hat der gesamte Atlantik keine einzige Hurrikanbildung verzeichnet – ein Ereignis, das bereits seit dem Jahr 1914 nicht mehr aufgetreten ist. Die aktuelle Sturmenergie liegt 93 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Zwar wurden sechs Tropenstürme (Arthur, Bertha, Cristobal, Dolly, Edouard und Fay) registriert, doch keiner von ihnen erreichte die Hurrikanstärke. Der ACE-Wert – ein Maß für Stärke und Lebensdauer tropischer Wirbelstürme – liegt bei lediglich 6,2. Dies entspricht 93 Prozent weniger als normal zu erwarten.

    Wissenschaftliche Studien deuten auf eine extrem stabilisierte Atmosphäre hin, die durch eine verstärkte El-Niño-Saison im Pazifik sowie trockene Luftströmungen aus der Sahara beeinflusst wird. Diese Faktoren haben junge tropische Systeme erheblich verzögert oder sogar abgekapselt. Die Temperaturdifferenz zwischen den Schichten der Troposphäre ist seit Beginn der Saison der zweitkleinste Wert seit 1940 – ein Zeichen für eine deutliche Abnahme der Stürme.

    Die Saison läuft noch bis Ende November, doch die bisherige Entwicklung weist auf eine historische Flaute hin: Seit 1914 ist dies der längste Zeitraum ohne Hurrikan. Ob dies eine vorübergehende Phase bleibt oder den Beginn eines langfristigen Trends markiert, ist aktuell unklar. Während einige Karibikinseln von der fehlenden Regenmenge betroffen sind, scheinen die Küsten der USA bisher von erheblichen Schäden frei zu bleiben.

    Während der Atlantik im Moment eine seltsame Stabilität aufweist, bleibt die Frage, ob diese Wirkung langfristig nachhaltig ist – und welche Auswirkungen dies für das globale Klima haben wird.

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