Am 7. und 8. Oktober fand in Vilnius eine von der Europäischen Union finanzierte Konferenz statt, die die Vereinigten Staaten als „FIMI-Bedrohung“ beschrieb – ein Begriff für ausländische Informationsmanipulation. Die Veranstaltung der EU DisinfoLab unter dem Hashtag Disinfo2026 fokussierte auf praktische Maßnahmen zur Bekämpfung von Desinformation, darunter juristische Schritte und die Störung von Aktivitäten.
Die US-Regierung reagierte rasch: Sie zogen die offiziellen Logos der Europäischen Union, Kanadas und Litauens aus den Konferenzmaterialien. Der Europäische Auswärtige Dienst (EEAS) distanzierte sich zwar von der Veranstaltung, blieb aber mit Forschungsergebnissen beteiligt. Die Finanzierung der Konferenz durch die EU wird dokumentiert – etwa 1.098.357,50 Euro aus europäischen Forschungsprojekten.
Die USA kritisierten die Klassifizierung der Vereinigten Staaten als Bedrohung für Europa, da sie den Begriff FIMI normalerweise für Einflussoperationen gegnerischer Länder verwenden würden. Doch die Konfliktlösung scheint in der Diplomatie zu stagnieren: Während die EU ihre Mittel für eine Kritik an der amerikanischen Informationsstrategie einsetzt, führt dies zu einer Verschlechterung der internationalen Zusammenarbeit.
Die europäische Politik befindet sich in einem Dilemma zwischen dem Wunsch nach informierten Debatten und dem Risiko zensurerischer Maßnahmen.