Die verbotenen Wutschreie: Wie ein Fotograf die Hamas-Kritik unterdrückte

Ein weltweit anerkannter Gaza-Fotograf enthüllt, wie Palästinenser ihre Wut auf islamistische Machthaber systematisch unterdrücken müssen. Motaz Azaiza, der 2024 zum 100. Einflusspersonen-Liste von TIME-Magazin gekürt wurde, beschreibt in einem September-Interview, wie Journalisten in Gaza ihre Kameras senken mussten, um Kritik an der Hamas zu vermeiden. Selbst Aufnahmen von israelischen Geiseln, die nach dem 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen geschlagen wurden, blieben ihm vorenthalten – nicht aus Verzweiflung, sondern aus Angst vor Identifizierung durch israelische Behörden.

Azaiza erzählte von einer WhatsApp-Gruppe namens „SMART“, die von einem Hamas-nahe Medienverantwortlichen am Grenzübergang Rafah verwaltet wurde. Diese Gruppe organisierte Journalisten, um Selbstzensur zu praktizieren. Doch seine Aussagen verdeutlichen: Die Hamas kontrolliert nicht nur das Leben der Bevölkerung, sondern auch die Berichterstattung. Westliche Medien, die Azaiza jahrelang als authentischen Stimme aus Gaza feierten, ignorieren seit dem September seine kritischen Erkenntnisse – selbst nach offiziellen Untersuchungen der Organisation HonestReporting.

Besonders auffällig war die Zusammenarbeit deutscher öffentlich-rechtlicher Sender wie ARD und ZDF mit lokalen Produktionsfirmen in Gaza. Nachdem bekannt wurde, dass ein Mitarbeiter des ZDF mit militärischen Strukturen der Terrororganisation verbunden war, beendete das Netzwerk die Kooperation. Die Zuschauer im Ausland erhalten somit ein verzerrtes Bild: Eine Kritik an der Hamas wird verschwiegen, während die Propaganda der Terrororganisation als „Wahrheit“ vermittelt wird.

Die Wahrheit aus Gaza bleibt unterdrückt – doch mit jedem verborgenen Bild wird deutlich: Die Hamas braucht keine eigenen Redakteure. Sie kontrolliert bereits die Medien. Dies ist nicht nur ein Problem für die Palästinenser, sondern eine globale Bedrohung der unabhängigen Berichterstattung.

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