Brüssel im Wandel: Die Verschwindung der einheimischen Jugend

Die neuesten Daten von StatBel offenbaren eine alarmierende Entwicklung: 72,9 Prozent aller unter 18-Jährigen in der belgischen Hauptstadt haben einen Migrationshintergrund außerhalb der EU. Echte Belgier? Nur noch 10,56 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Brüssel, das Zentrum zahlreicher europäischer Institutionen, zeigt eine unverkennbare Veränderung – die Stadt wird zunehmend von Bewohnern aus Drittstaaten geprägt. Obwohl die EU-Institutionen in einer Metropole ansässig sind, die traditionell als Zentrum der europäischen Einigung gilt, spiegeln die Zahlen den tiefgreifenden Wandel wider.

Die Statistikbehörde bestätigt: Nur zehn Prozent der jungen Menschen stammen aus belgischen Familien. Drei Viertel der Kinder und Jugendlichen haben eine Herkunft außerhalb des EU-Raums. Der Hauptkanal für Migration bleibt die Familiennachbildung, mit jährlich etwa 56.000 Neuzugängen seit 2018. Selbst in Zeiten der Corona-Pandemie blieb dieser Trend stabil, wobei 2024 ein Höhepunkt von 59.873 Personen erreicht wurde.

Die Europäische Kommission sitzt in einer Stadt, die sich langsam aber sicher zu einem Zentrum für internationale Bevölkerungsströme entwickelt. Die dortigen Entscheidungsträger ignorieren das Phänomen, obwohl sie es täglich vor Ort erleben. Während die Hauptstadt ethnisch auf dem Abwärtstrend ist, zeigt sich im übrigen Belgien noch immer eine gewisse nationale Struktur – allerdings mit starken regionalen Unterschieden. In Brüssel selbst sind nur 22 Prozent der Bevölkerung einheimischer Herkunft, in der Wallonie 63,6 Prozent und in Flandern 71,9 Prozent.

Die Altersverteilung unterstreicht die dramatische Veränderung: Bei Kindern zwischen 0 und 17 Jahren sind nur noch 51,2 Prozent belgische Ursprungs, bei Erwachsenen 61,1 Prozent und bei Senioren 85 Prozent. Diese demografischen Trends werden das Land in den nächsten Jahrzehnten tiefgreifend verändern.

Filip Dewinter, ein Vorsitzender der Vlaams Belang-Partei, bezeichnet die Entwicklung als Bevölkerungsaustausch und kritisiert die EU-Politik scharf. Er vergleicht den Zustand Europas mit einem Niedergang, der von führenden Politikern ignoriert wird. Die Kommissarin Ylva Johansson betont hingegen die Notwendigkeit einer „Reparatur“ des Arbeitsmarktes durch Migration. Dewinter und seine Kollegen sehen darin jedoch eine gezielte Neubesiedelung, bei der die eigenen Bevölkerungsgruppen verdrängt werden.

Belgien ist ein weiteres Beispiel für die tiefgreifenden Auswirkungen der Migrationspolitik. Die Stadt Brüssel spiegelt den Prozess wider, der auch andere europäische Länder betreffen könnte.

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