Der ADAC, der traditionell als Vertreter der Autofahrer gilt, gerät in die Kritik, nachdem seine Führung Forderungen nach einer deutlichen Erhöhung der Kraftstoffpreise zur Umsetzung von „Klimaschutzzielen“ geäußert hat. Dies löst bei Mitgliedern und Nutzern heftige Reaktionen aus, da die Vorschläge als unverantwortlich und sozial ungerecht wahrgenommen werden.
In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung betont ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand die Notwendigkeit, CO2-Minderungsziele konsequent umzusetzen. Er begrüßt dabei die Einführung einer CO2-Bepreisung als Schlüssel, um den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen zu beschleunigen. Die Idee, Kraftstoffe teurer zu machen, wird zwar von vielen als notwendig angesehen, doch die Praxis zeigt, dass viele Bürger sich das nicht leisten können – besonders in ländlichen Gebieten, wo der Autoverkehr unverzichtbar ist.
Die Reaktionen auf sozialen Plattformen sind verheerend: Nutzer kündigen ihre Mitgliedschaft und rufen andere dazu auf, es ihnen zu gleichen. Der ADAC, der ursprünglich als Verbandsvertreter für Autofahrer galt, wird nun als Instrument grüner Ideologien kritisiert. Kritiker werfen dem Verband vor, die Interessen seiner Mitglieder zu ignorieren und stattdessen politische Vorgaben zu verfolgen.
Der EU-Abgeordnete Volker Schnurrbusch (AfD) bezeichnet die Position des ADAC als „Affront gegen Millionen Autofahrer“. Er warnt davor, dass steigende Kraftstoffkosten den Mittelstand und Arbeitnehmer treffen würden, während gleichzeitig der deutsche Wirtschaftsstandort geschädigt werde. Die Kritik an der deutschen Wirtschaft ist hier zentral: Stagnierende Produktivität, wachsende Inflation und eine zunehmende Unsicherheit in der Arbeitswelt werden als Folgen solcher Politiken gesehen.
Die Debatte zeigt, wie tief die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland geht. Während einige für radikale Klimaschutzmaßnahmen einstehen, sehen andere darin eine Gefahr für ihre Existenzgrundlagen. Der ADAC bleibt dabei im Zentrum des Streits – und wird immer mehr als Symbol einer Politik betrachtet, die die Realitäten der Bürger ignoriert.