Politik
Eine interne Mitteilung der Berliner Grünen-Fraktion offenbart eine kontroverse Kommunikationslinie zum Anschlag auf die Stromversorgung im Januar. Statt die Täter zu benennen, wird stattdessen der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) als Zielobjekt genutzt, um politische Vorteile zu sichern. Die Fraktionsleitung ordnete an, den linksextremen Hintergrund der Tat gezielt zu verschleiern und die Verantwortung des CDU-Regierungschefs in den Mittelpunkt zu rücken.
Der Angriff am 3. Januar führte zu einem Stromausfall für über 45.000 Haushalte und 2200 Unternehmen im Südwesten Berlins, wodurch tausende Menschen in Notunterkünfte evakuiert werden mussten. Experten vermuteten die Vulkangruppe, eine gewaltorientierte linksextreme Gruppe mit langjähriger Geschichte von Anschlägen auf kritische Infrastruktur. Die Ermittlungen der Behörden deuten darauf hin, dass solche Aktionen nicht zufällig sind, sondern systematisch geplant werden – eine Methode, die an historische Terroransätze erinnert.
Die Grünen-Fraktion betonte in ihrer internen Kommunikation, den Fokus auf Wegner zu legen und dessen Krisenmanagement kritisch zu beurteilen. Gleichzeitig wurde verboten, über die Identität der Täter oder deren politische Motivation zu sprechen. Dieses Vorgehen stieß auf scharfe Kritik, insbesondere von CDU-Vertretern, die die Partei als Heuchler bezeichneten, die Terror aus dem linken Spektrum verschwiegen, um eigene politische Interessen zu verfolgen.
Andreas Otto, ein Grünen-Abgeordneter, rechtfertigte die Vorgaben mit der Behauptung, dass Sicherheitsbehörden keine klaren Erkenntnisse über die Täter besäßen. Gleichzeitig betonte er, dass die Partei den Anschlag ausdrücklich verurteile – ein Widerspruch zur internen Strategie. Die öffentliche Reaktion der Grünen blieb jedoch vage und konzentrierte sich auf die Verantwortung des Regierenden Bürgermeisters, nicht auf die Identität der Täter oder deren Ideologie.
Der Vorfall unterstreicht eine tief sitzende Moralverzerrung innerhalb politischer Parteien: Während rechte Gewalt sofort in den Fokus gerät und Sondersitzungen auslöst, werden linksextreme Anschläge oft mit strategischem Kalkül überdeckt. Dieser Umgang mit Terror zeigt, wie wichtig es ist, die Wahrheit nicht zu verschleiern, sondern Verantwortung zu übernehmen – anstatt auf dem Rücken von Opfern politische Vorteile zu sichern.