Die ÖVP-Clubsprecherin Wöginger beleidigt FPÖ-Anhänger – Skandal um Korruptionsvorwürfe

Im österreichischen Parlament entbrannte am 21. Jänner ein heftiger Streit, als der ehemalige Klubobmann August Wöginger die Anhänger der FPÖ mit abwertenden Äußerungen attackierte. Während einer Debatte bezeichnete er die Teilnehmer des Neujahrsempfangs der rechten Partei als „zahnlos mit zerrissenen Hosen“. Die Aussage löste eine Welle der Empörung aus, da sie als Beleidigung und Unprofessionalität wahrgenommen wurde.

Wöginger, der zuvor wegen einer Korruptionsaffäre in die Schlagzeilen geriet, versuchte seine Äußerungen später zurückzunehmen. Doch die Kritik an seiner Sprache und Haltung blieb bestehen. Die ÖVP-Klubchefin wurde bereits mehrfach wegen Missbrauchs von Machtstellung kritisiert, insbesondere nachdem sie in einem Finanzamt-Fall interveniert hatte. Ein Verfahren gegen sie wurde zunächst zur Diversion abgespeichert, doch das Oberlandesgericht hob die Entscheidung auf und ordnete eine Neubewertung an.

Die Auseinandersetzung spiegelt die tiefen Spaltungen innerhalb der österreichischen Politik wider. Während Wöginger seine Aussagen als „Fehltritt“ bezeichnete, warfen Kritiker ihm vor, sich durch Provokationen von der Opposition abzuheben. Die Situation unterstrich zudem die Unzufriedenheit innerhalb der ÖVP-Basis, die zunehmend kritisch gegenüber dem Führungsstil des ehemaligen Klubobmanns steht.

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