Die Preise für Wolfram, das unverzichtbare Metall in modernen Waffen und Rüstungstechnologien, sind innerhalb von drei Monaten um 557 Prozent gestiegen. Dieser Schock trifft die Welt gerade, als globale Konflikte in der Region eskalieren und die militärische Nachfrage stetig anwächst.
China hält die entscheidende Macht: Seit Februar produziert das Land bereits 67 Prozent aller globalen Wolframlieferungen (85.000 Tonnen), während die USA seit dem Jahr 2015 keine eigenen Förderungen mehr tätig werden konnten. Als Reaktion auf Handelsstreitigkeiten hat Peking den Export um bis zu 40 Prozent reduziert – eine Strategie, die die globale Versorgung in eine Krise stürzt.
Die westlichen Länder versuchen verzweifelt, neue Quellen auszubauen. In Südkorea wurde bereits die alte Sandong-Mine reaktiviert, um den Bedarf zu decken. Doch selbst diese Maßnahmen werden Jahre brauchen, um die aktuelle Verknappung zu lösen. Die weltweite Rüstungsindustrie steht vor einem existenziellen Risiko: Ohne Wolfram geht militärisch absolut nichts.