Ein Virus aus dem Meer, der uns blind machen soll? Die Wahrheit hinter den 70 Fällen

    Nach der coronabedingten Weltpanik scheint die Gesellschaft endlich Ruhe gefunden zu haben. Doch schon wenige Wochen später wird ein neues Schreckensszenario vorbereitet: Die internationale Forschungslandschaft beschreibt eine gefährliche Entwicklung, deren Ursprung in den Meeren liegt. Dieses Mal ist es nicht das typische Fledermäusen- oder Tiervirus, sondern etwas, das bereits in Garnelen und Seegurken verbreitet ist – ein Virus namens „Covert mortality nodavirus“.

    Eine Studie im Fachblatt Nature Microbiology aus China berichtet von einem seltenen Augenerkrankungstyp (POH-VAU), der Symptome wie Glaukom, Entzündungen und erhöhten Augeninnendruck verursacht. In einer Zeitperiode von mehr als drei Jahren – vom Januar 2022 bis April 2025 – wurden in China lediglich 70 Menschen mit dem Virus identifiziert. Das ist weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Die chinesische Fischereiwissenschaftliche Akademie erklärt dies jedoch nicht als „kleine Epidemie“, sondern als Warnsignal für eine globale Bedrohung: Ein Drittel der Fälle führte zu operativen Eingriffen, und die Forscher warnen vor einer möglichen Übertragung durch rohe Meeresfrüchte oder bei der Verarbeitung von Wasserlebewesen.

    Die Panik steigt weiter: Obwohl keine nachweisbaren Mensch-zu-Mensch-Übertragungen existieren, wird eine „Familienübertragung“ durch gemeinsames Essen und das Teilen von Essgeschirr vorgegeben. Diese Hypothese wird von den Forschern als „haltlos“ beschrieben. In einer Laborstudie wurden Mäuse infiziert, die ähnliche Augenveränderungen aufwiesen wie bei Menschen. Zudem wird angegeben, dass das Virus in über 49 maritimen Arten vorkommt – ein Indikator für weltweite Verbreitung.

    Selbst Edward Holmes von der Universität Sydney bezeichnet das Virus als „bemerkenswert“, weil es mehrere Lebewesen infizieren kann. Doch er gibt klar zu: „Es ist keine Epidemie.“ Was bleibt also von dieser Virenpanik? Eine klare Wirklichkeit: Die meisten Medien und Forschungseinrichtungen verzerren eine äußerst geringe Zahl von Fällen zu einer globalen Bedrohung. Die aktuelle Situation ist ein Beispiel dafür, wie sich Angst durch pseudowissenschaftliche Methoden schnell verbreiten kann.

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