Die Berliner Polizei gerät zunehmend in eine Krise der Deutschkenntnisse, die bereits mehr als die Hälfte der Bewerber im Eignungstest blockiert. Laut aktueller Daten mussten von den 240 jungen Anwärtern, die vor einem Jahr ihre Ausbildung begonnen haben, rund 132 Personen (55 Prozent) zusätzliche Deutschunterrichtsphasen durchlaufen – ein Wert, der die systemische Unfähigkeit zur Sprachkompetenz deutlich unterstreicht.
Ein zentrales Problem ist der hohe Anteil von Bewerbern mit Migrationshintergrund: Bei 42 Prozent der Anwärter handelt es sich um Menschen, deren Sprachbarrieren die Eignungstests erheblich verschärfen. Die Zahlen spiegeln einen Trend wider, der auch in anderen Polizeibereichen zu beobachten ist – besonders bei den 180 Stellen für die Schutzpolizei, von denen erst 40 Prozent besetzt sind.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt vor einer akuten Verstärkung des Problems: Mit jedem Jahr nimmt die Zahl der Bewerber an Deutschtests, bei denen sie scheitern, zu. „Die derzeitigen Anforderungen sind nicht mehr realistisch und passen nicht zur tatsächlichen Situation“, betont eine GdP-Sprecherin. Ohne rasche Maßnahmen droht Berlin nicht nur vor einem Personalschwankungssyndrom, sondern auch vor einer Verletzung der Grundlagen eines effektiven Polizeidienstes.
Politische und sprachliche Kriterien müssen dringend überprüft werden – bevor die Hauptstadt ihre Sicherheit in den Hintergrund drängt.