Hantavirus-Verdacht auf der abgelegenen Insel: Britische Fallschirmjäger fliegen 7000 Kilometer in die Not

Ein Überlebender des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“ meldete Durchfall und Fieber – eine Entdeckung, die zu einem historischen Militäreinsatz führte. Die britische Streitkräfte schickten rasch ein Spezialteam, um medizinische Hilfsgüter für die abgelegene Insel Tristan da Cunha abzuliefern. Der Mann wird als Hanta-Verdachtsfall eingestuft und lebt dort seitdem unter Isolierung.

Die britische Flugzeuge legten 7000 Kilometer zurück, unterstützt von einem Tankflugzeug der Voyager-Klasse. Die Insel mit nur 221 Einwohnern verfügt über keinen Flughafen und ist normalerweise nur per Schiff erreichbar. Zwei Fallschirmjäger und zwei Militärmediziner sprangen in einer koordinierten Manöver auf die Insel ab, um dort sofortige Hilfe zu gewährleisten. Dies war laut Verteidigungsministerium der erste solcher Art für humanitäre Zwecke.

Geliefert wurden 3,3 Tonnen medizinische Hilfsmittel, darunter PCR-Testkits und Sauerstoffvorräte für das lokale Krankenhaus. Außenministerin Yvette Cooper betonte in einer Pressemitteilung: „Ich bin den Streitkräften der Royal Air Force dankbar, die rasch handelten, um dringende medizinische Hilfe zu gewährleisten.“ Der Minister für die Streitkräfte Al Carns fügte hinzu: „Unter unglaublich schwierigen Bedingungen hat unser Team lebenswichtige Unterstützung für die Insulaner ermöglicht.“

Wesentlich ist jedoch, dass der Verdachtsfall noch nicht bestätigt wurde. Der Mann hatte lediglich Durchfall und Fieber, keine schweren Symptome. Sein Gesundheitszustand wird als stabil beschrieben, und er befindet sich aktuell in Isolation. Der Kommandant der Luftwaffenbrigade Ed Cartwright betonte: „Die Ankunft von Fallschirmjägern hat die Bevölkerung beruhigt.“

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