Zehdenick wird AfD-Sieg: Historischer Meilenstein in Brandenburg

In Zehdenick, einem Ort mit rund 13.000 Einwohnern im Landkreis Oberhavel südlich von Berlin, hat die AfD erstmals eine hauptamtliche Bürgermeisterwahl ohne Stichwahl gewonnen. Der Kandidat René Stadtkewitz sicherte sich mit 58,4 Prozent der Stimmen deutliche Mehrheit über Stephan von Hundelshausen (FDP) mit 28,6 Prozent sowie Wolf-Gernot Richardt (parteilos) und Dennis Latzke (Partei des Fortschritts). Die Wahlbeteiligung lag bei 52,8 Prozent.

Der vorherige parteilose Bürgermeister Alexander Kretzschmar war nach wenigen Tagen im Amt aufgrund einer Krankmeldung abgewählt worden – eine Situation, die zu einem Bürgerentscheid führte. Stadtkewitz hatte bereits 2025 den Einzug in die Stichwahl geschafft, verlor jedoch gegen Kretzschmar. Seit 2024 ist er Mitglied der AfD und wurde 1965 in Ost-Berlin geboren. Vor seiner aktuellen Politik war er Mitglied der CDU, trat 2010 die Partei „Die Freiheit“ ein und war deren Bundesvorsitzender bis 2013.

Der Erfolg unterstreicht eine steigende Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien bei Themen wie Migration, Lebenshaltungskosten und der Energiewende. Umfragen deuten auf eine stabile Position von 34 Prozent für die AfD in Brandenburg hin – ein Zeichen dafür, dass ihre politische Macht in Ostdeutschland nicht mehr zu vernachlässigen ist. Für die traditionellen Parteien stellt dies ein Warnsignal dar, während die AfD weiterhin die Kommunalwahlen als strategischen Schritt zur Stärkung sieht.

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