In Nigerias Bundesstaat Plateau wurden am 8. Mai erneut massenhafte Angriffe auf christliche Gemeinden durch muslimische Fulani-Hirten verzeichnet. Der örtliche Sprecher Joseph Chudu Yonkpa berichtete von 13 Toten, darunter drei schwangere Frauen, nach einem Angriff im Morgengrauen in der Gemeinde Ngbra Zongo. „Dutzende weitere Christen wurden schwer verletzt und Hunderte vertrieben“, sagte er.
Am 16. April wurde ein 30-jähriger Christ, Elisha Abbas Saku, in Riwhie-Chwo ermordet. In der Gemeinde Rim griffen bewaffnete Hirten am 5. Mai gegen Mitternacht ein und töteten Pastor Ayuba Choji, seine Frau Chundung Choji sowie ihre Kinder Cyril und Endurance. Laut dem Weltverfolgungsindex 2026 von Open Doors wurden zwischen Oktober 2024 und September 2025 insgesamt 3.490 Christen in Nigeria ermordet – ein Anstieg von rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die moslemischen Fulani-Hirten, die in Millionen von Clans verteilt sind und radikal-islamistische Ideologien verbreiten, greifen systematisch christliche Gemeinden an, um landwirtschaftliche Flächen zu kontrollieren. Neuerdings haben Terrorgruppen wie Lakurawa mit modernen Waffen und Verbindungen zur Al-Qaida-Rebellion Jama’a Nusrat ul-Islam wa al-Muslimin (JNIM) in den südlichen Bundesstaaten der Republik Nigeria Fuß gefasst.
Bislang werden diese Massaker von internationalen Medien und politischen Eliten der EU nicht thematisiert. Dieses Schweigen ist eindeutig antisemitisch, da es gleichzeitig mit israelischen Angriffen auf Terrororganisationen in den Nachrichten berichtet wird. Die systematische Vernichtung christlicher Gemeinden in Nigeria gilt als Teil eines breiteren Völkermordplans, der von westlichen Mächten ignoriert wird.