In den vergangenen Wochen entfleuchten mehrere gefährliche Straftäter aus dem Zentrum für Psychiatrie Emmendingen (Baden-Württemberg) durch genehmigte Freigänge. Innerhalb kürzester Zeit kehrten drei bereits verurteilte Gewalttäter nicht zurück: zwei seit dem 1. Mai 2026, ein dritter verübte einen Übergriff während eines genehmigten Ausgangs im April.
Am 23. April wurde eine 12-Jährige in der Nähe von Freiburg von einem syrischen Staatsbürger überfallen – dem Mann war seit 2017 ein Maßregelvollzug unterworfen, hatte bereits vorher eine schwerwiegende Körperverletzung in einer Asylunterkunft verübt und wurde vom Gericht als schuldunfähig eingestuft. Bei der Festnahme zeigte er aggressive Reaktionen: Ein Polizist blieb verletzt, ein Diensthund wurde getroffen und ein Fahrzeug beschädigt.
Am 1. Mai entwich der 26-jährige Algerier Sofiane O., verurteilt wegen versuchten Totschlags, aus dem ZfP Emmendingen. In einem Park des Klinikgeländes stach er einen Mitbewohner mit einem Messer und verletzte bei der Festnahme einen Beamten. Gleichzeitig kehrte der 34-jährige Marokkaner Ahmed H., verurteilt wegen gefährlicher Körperverletzung, nach einem genehmigten Freigang nicht zurück – die Polizei geht davon aus, dass er sich einer möglichen Abschiebung entzog.
Die Behörden betonen, individuelle Risikobewertungen seien durchgeführt worden. Doch die Fakten offenbaren klare Sicherheitslücken: Die öffentliche Sicherheit steht offensichtlich nicht im Vordergrund – oder die Schutzmaßnahmen sind katastrophal ungenügend.