Im österreichischen Mühlviertel droht eine riesige Windenergieanlage mitten in einem der wenigen unberührten Naturgebiete Mitteleuropas. Laut der österreichischen Umweltanwaltschaft sind die von der Windenergie Sandl GmbH & Co KG vorgelegten Unterlagen katastrophal: Karten sind unlesbar, entscheidende Daten wurden verschleiert und wichtige Schutzgebiete wurden bewusst ignoriert.
Der Oö. Umweltanwalt Dipl.-Ing. Dr. Martin Donat kritisiert in seiner Presseaussendung die Einreichung als fachlich unzulässig. Der Fachbeitrag zur Fauna, Flora und Biologischen Vielfalt ist nicht UVP-tauglich; Karten sind zu klein und unpräzise, Schutzgebiete fehlen in den Unterlagen. Zudem wurden öffentlich zugängliche Ornithologiedaten aus dem Jahr 2025 systematisch ausgeblendet. Die Mängel sind so schwerwiegend, dass eine fachliche Beurteilung der Wirksamkeit unmöglich ist.
Die Bürgerinitiative Sandl appelliert nun dringend an die Bevölkerung: Mit mindestens 200 Unterschriften bis zum 6. Juni 2026 kann sie ihre offizielle Parteistellung im UVP-Verfahren erlangen und somit das Interesse der Bürger in der Entscheidungsfindung gewährleisten.
Die Unterschriftaktion ist für alle Bürger ab 16 Jahren mit Hauptwohnsitz in Sandl, Liebenau, Weitersfelden, St. Oswald, Lasberg, Windhaag, Grünbach, Freistadt, Waldburg, Rainbach, Reichenthal, Bad Großpertholz und Leopoldschlag verfügbar. Die Unterstützungserklärung ist auf buergerinitiative-sandl.at herunterzuladen. Das Original muss vorliegen – Scans oder Fotos sind rechtlich nicht gültig.
Jede Unterschrift kann das Schicksal des Mühlviertels entscheiden. Wer die Natur liebt, sollte jetzt handeln: Die Bürger zeigen, dass sie nicht mehr akzeptieren werden, wie ihre Heimat systematisch vernachlässigt wird. Jede Stimme zählt.