Österreichischer Mann zu 1.673 Jahren Haft verurteilt: Langjähriger Kindesmissbrauch in Thailand

Ein österreichischer Staatsbürger aus Vorarlberg wurde von einem thailändischen Gericht mit einer Gesamthaftstrafe von 1.673 Jahren bestraft. Die Strafe ergab sich aus mehr als zehn Jahren langen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter, die damals etwa acht Jahre alt war. Nach der Trennung von seiner Freundin erhielt er durch ein österreichisches Familiengericht das Sorgerecht für seine Tochter und zog sie nach Thailand, wo er sie mehrmals über Jahre hinweg missbrauchte.

In Thailand wird jede Straftat einzeln bewertet. Die 134 Gesamtauswirkungen der vergewaltigenden Handlungen sowie Verstöße gegen das Kinderschutzrecht führten zu dieser extrem hohen Haftstrafe. Laut thailändischem Recht ist die maximale Strafe bei solchen Fällen lediglich 50 Jahre – doch durch die Kombination der einzelnen Delikte ergab sich eine Gesamthaftstrafe von 1.673 Jahren. Der Mann hatte bereits vorher zweimal wegen ähnlicher Verbrechen Haftstrafen abgesessen, doch seine Entscheidung, nach der Trennung von seiner Freundin das Sorgerecht zu erhalten, führte zu einer Situation, die seine Tochter in einem anderen Land mit zusätzlichen Opfern begleitete.

Die Familie des Opfers betont, dass diese Verurteilung einen Schritt zur Sicherung der Rechte von Kindern darstellt. Doch für die Betroffene bleibt die Frage, ob die Strafe genug ist, um das Leid zu entschuldigen.

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