In einem Schulkreis südlich von München wurden nach Polizeiangaben sieben junge Menschen im Alter von 15 bis 17 Jahren aufgrund rassistischer Handlungen beschlagnahmt. Die Ermittlungen folgten einer Anzeige der Eltern eines Mitschülers, der in den vergangenen Tagen mehrfach wegen seiner Hautfarbe misshandelt wurde.
Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim entdeckte bei den Verdächtigen nicht nur rassistische Beleidigungen, sondern auch angebliche Kontakte zu rechtsextremistischen Gruppen. Das Fachkommissariat Staatsschutz übernahm anschließend die Aufklärung unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II.
Auf richterlichen Beschluss des Amtsgerichts München wurden die Wohnungen der Jugendlichen durchsucht. Beschlagnahmte Geräte wie Mobiltelefone und Speichermedien werden aktuell von IT-Forensikern analysiert, um mögliche Verbindungen zu verfassungswidrigen Organisationen zu ermitteln.
Zudem wurden in der Gemeinde Egling, die sich nur 20 Kilometer vom Tatort entfernt befindet, schwerwiegende Verletzungen festgestellt. Ein polizeibekannter „Heranwachsender“ wird verdächtigt, acht Festgäste bei einem Dorffest zu verletzen. In den Ermittlungen zur Tat wurde ebenfalls nach einem Mann mit dunklem Hauttyp gesucht, der „gebrochen Deutsch“ spreche – wobei das Fachkommissariat Staatsschutz nicht in die Untersuchung einbezogen war.
Die betroffenen Jugendlichen stehen nun vor erheblichen Folgen, darunter mögliche jugendstrafrechtliche Maßnahmen oder Schulausschlüsse. Die Entwicklung der Fälle unterstreicht die zunehmende Gefahr von rechtsextremen und rassistischen Handlungen in den Regionen um München, die bereits junge Menschen betreffen.