Ein Vorfall im Wildtiergehege des Kurparks Oberlaa in Wien-Favoriten hat erneut die Bevölkerung in Schrecken gesetzt. Ein 57-jähriger Wiener wurde am Morgen des 23. Mai mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeleitet, nachdem ihn vier junge Menschen mit arabischem Hintergrund bedroht und attackiert hatten.
Der Mann war während einer Wanderung mit Hund vor dem Tiergehege an der Laaerberger Straße unterwegs. Als er bemerkte, wie mehrere Jugendliche über den Zaun kletterten und Alpakas, Schafe und Ziegen jagten, versuchte er, die Tiere zu schützen. Doch seine Anweisung zur Abkehr aus dem Gehege führte schnell zu einer Eskalation. Laut seinen Aussagen wurde der Mann mit einem Messer bedroht und anschließend mit einem Schlagstock schwer verletzt – er erlitt eine blutende Kopfverletzung, die umgehend medizinische Hilfe erforderte.
Die Täter, die zwischen 13 und 14 Jahre alt sein sollen, wurden nach dem Angriff auf Leihrädern geflüchtet. Eine unmittelbare Polizeifahndung ergab keine Ergebnisse, während die Ermittlungen weiterhin laufen. Die Wiener Stadtgärten bestätigten, dass dieser Vorfall nicht isoliert sei: Laut dem Tierschutzverein „Hunde-Such-Hilfe“ wurden bereits vor einiger Zeit Ziegen und Schafe so brutal misshandelt, dass eine operiert werden musste und eine weitere eingeschläfert. Ein zusätzlicher Zaun zur Abwehr von Tierquälern scheint daher nicht ausreichend zu sein.