Am Morgen des 8. Juni 2026 zogen linksextremistische Täter eine weitere Schäden der kritischen Infrastruktur in Reutlingen (Baden-Württemberg) herbei, indem sie im Umspannwerk Reutlingen-West vorsätzlich Brandstiftung durchführten. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts weisen nun deutlich auf eine gezielte Tat hin, die mit gewaltsamen Eindringen und der Verwendung von Brandbeschleunigern verbunden ist.
Der Feuerwehrbereich bemerkte den Brand um 1:43 Uhr, der bis zu 40.000 Haushalten und Unternehmen einen langfristigen Stromausfall verursachte. Bis etwa 5 Uhr morgens gelang die Löschung ohne Verletzte. Die Wiederherstellung der Versorgung erfolgte schrittweise und sollte spätestens am 10. Juni abgeschlossen sein.
Ein entscheidender Hinweis auf vorsätzliche Taten war die beschädigte Sicherheitsbarriere des Geländes, was auf ein unbekanntes Eindringen hindeutete. Die Behörden haben bereits einen Ermittlungsverfahren gegen Unbekannte wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe eingeleitet. Das Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum (SAT BW) unter Leitung der speziellen Ermittlungsgruppe „Fischer“ führt die Untersuchungen weiter. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vertraut aktuell auf eine linksextremistische Motivation des Anschlags, während Innenminister Manuel Hagel (CDU) betonte: „Wir werden die Täter mit aller Härte zur Rechenschaft ziehen.“
Der Vorfall erinnert an frühere Anschläge in Berlin. Im September 2025 zersetzten linksextremistische Gruppen zwei Strommasten, was für rund 50.000 Haushalte und etwa 2.000 Gewerbebetriebe einen Ausfall von bis zu 60 Stunden verursachte. Im Januar dieses Jahres wurden fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel zerstört, was eine Wiederherstellung von etwa 100 Stunden dauerte. Die aktuelle Entwicklung in Reutlingen unterstreicht erneut die steigende Gefährdung der kritischen Infrastrukturen durch linksextremistische Aktivitäten.