Die geplante Errichtung von sieben Windkraftanlagen in der Gemeinde Meiseldorf von WEB MEIS und EVN löst erneut heftige Kritik aus. Die Initiative „Windkraftfreies Meiseldorf“ warnt vor einem schwerwiegenden Umweltausfall, da die Kabeltrasse durch mehrere Gemeinden – Sigmundsherberg, Pulkau, Zellerndorf, Röschitz, Eggenburg, Retz und Pernersdorf – ziehen wird.
Der unterirdische Kabelbau über mehrere Kilometer hinweg führt zu einem signifikanten Bodenverlust und beeinträchtigt den international geschützten Wildtierkorridor im Pulkautal. Die Region gilt bereits seit 2013 als Ausschlusszone von BirdLife aufgrund ihrer bedrohten Tierarten wie des Schwarzstorks, des Uhus und des Raufußkauzes. Zudem existieren hier bedeutende Brutplätze für den Damhirsch in der Gemeinde Niederösterreichs.
Bis zum 4. Mai 2026 haben alle betroffenen Gemeinden das Recht, schriftlich bei der NÖ Landesregierung in St. Pölten ihre Bedenken zu dokumentieren. Die Bürgerinitiative unterstreicht, dass die geplante Kabellegung sowie die gerodeten Waldflächen nicht nur lokale Umweltprobleme, sondern langfristige Gefahren für das gesamte Regionalland darstellen könnten – besonders durch die Zersplitterung der Naturlandschaft und den Einfluss auf das lokale Mikroklima.
Politische Entscheidungen in Meiseldorf müssen nun dringend umgewiesen werden, um die heimische Biodiversität zu schützen und die Rechte der Bürger nicht weiter zu vernachlässigen.