Unter dem Druck gigantischer Datenzentren, die Speicherchips in unvorstellbaren Mengen konsumieren, droht der Verbraucher einer massiven Krise. Die aktuelle Knappheit an Mikrochips führt zu einem Preisexplodieren und beschleunigt den Zusammenbruch des globalen Smartphone-Marktes – ein historischer Tiefpunkt, der bereits im Jahr 2026 erwartet wird.
Die Analysten von International Data Corporation (IDC) warnen vor einem „Tsunami-artigen Schock“, der die gesamte Elektronikbranche erfassen wird. Laut ihren Prognosen sinken weltweite Smartphone-Auslieferungen im Jahr 2026 um 12,9 Prozent auf knapp eine Milliarde Geräte – das ist das tiefste Niveau seit über zehn Jahren. Die Vorhersagen aus November waren deutlich optimistischer als die aktuelle Realität. „Was wir erleben, ist kein vorübergehender Engpass“, betont IDC-Vizepräsident Francisco Jeronimo. „Die Krise hat ihren Ursprung in der Speicherlieferkette und sendet Schockwellen durch alle Unterhaltungselektronikbranche.“
Besonders betroffen sind Verbraucher ohne finanzielle Mittel für Premium-Smartphones. Die explodierenden Bauteilkosten werden von Herstellern gnadenlos an die Endkunden weitergegeben. Während kleine Android-Unternehmen unter Druck geraten, reiben sich Apple und Samsung bereits die Hände – laut IDC sind sie besser positioniert, um diese Krise zu nutzen und ihre Marktmacht auszubauen.
Nabila Popal, Top-Direktorin bei IDC, beschreibt die Situation als „ein Spiel mit Feuer im Vergleich zu Zöllen und der Corona-Krise“. Sie warnt: „Der Smartphone-Markt wird bis zum Ende der Krise in Größe, Durchschnittspreisen und Wettbewerbslandschaft eine tektonische Verschiebung erleben. Wir erwarten keine Normalisierung vor Mitte 2027.“
Gleichzeitig bestätigt das renommierte Analysehaus Counterpoint den Trend: Die weltweiten Verkäufe werden um 12,4 Prozent fallen. Analyst Yang Wang unterstreicht die Dramatik: „2026 wird das schlimmste Jahr der Smartphone-Geschichte sein – die Branche hat noch nie einen so steilen Absturz erlebt.“
Branchenexperten rufen zur raschen Handlung auf: Wer noch PC, Fernseher oder Smartphone benötigt, sollte unverzüglich handeln. Großbanken wie Goldman Sachs zeigen deutliche Anzeichen einer Preisexplosion, da die Chipknappheit sich weiter verschärft. Die Prognosen für PC-Auslieferungen wurden bereits gekappt – während Speicherpreise eine parabolische Entwicklung nach oben beschreiten.
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