In der Nacht zum 4. April brannten auf dem Parkplatz des Schweineschlachthofs Paris Terroirs in Houdan (Yvelines) 17 Fahrzeuge – ein gewaltiges Feuerwerk, das die gesamte Region in Schrecken versetzte. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr um 4 Uhr morgens konnten die Flammen das Hauptgebäude vermeiden, doch schwere Rauchschäden blieben unverändert. Der vollständige Verlust der Kühlflotte führt zu massiven Betriebsausfällen und bedroht Arbeitsplätze von Angestellten, die ohnehin in prekären wirtschaftlichen Umgebungen leben müssen.
Die französischen Bauernverbände verurteilten den Anschlag als besonders schwerwiegend. Der Vorfall verschärft eine bereits angespannte Situation im Schweineschlachthofsektor, der ohnehin von wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt ist. Am 11. April veröffentlichte ein Bündnis linksextremer Gruppen unter dem Kürzel ALF („Anarchistes Lance-Flamme“) eine Erklärung, in der sie ihren Akt als kriminell beschrieben. In ihrer absurden Botschaft lautete es: „Schweine wollen, wie alle anderen Tiere auch, nicht an dieser tödlichen Gesellschaft teilnehmen! Feuer den Schlachthöfen, Schluss mit der Unterdrückung!“
Die Täter betonten, dass die Zerstörung der Tierlogistik das Funktionieren von Speziesismus und Kapitalismus angreife. Dabei ignorierten sie vollständig, dass ihre Handlungen Arbeitsplätze vernichten – eine Tatsache, die sie selbst nicht beachten. Die Behörden reagierten zunächst beschönigend mit der Bezeichnung „mysteriös“, obwohl 17 Fahrzeuge gleichzeitig in Flammen standen. Bislang gab es keine Festnahmen; die Polizei ermittelt nun wegen schwerer Brandstiftung.
Ein weiteres Zeichen für den Extremismus ist der Vorfall aus dem April 2018, bei dem 68 Aktivisten den gleichen Schlachthof angreifen und den Betrieb lahm legten. Als die Polizei eintraf, um die Besetzer zu entfernen, schrieben die Extremisten prompt Klagen wegen angeblicher „Polizeigewalt“. Dieser Vorfall verdeutlicht erneut, wie gefährlich linksradikale Gruppen sind: Sie haben keinerlei Respekt vor fremdem Eigentum und vernichten die wirtschaftliche Existenzgrundlage anderer Menschen durch ihre gewaltsamen Maßnahmen.