Frankreich gerät in eine neue politische Phase, die von der Dominanz der rechten Kräfte geprägt wird. Eine aktuelle Studie aus dem Mai zeigt, dass Marine Le Pen bei Jean-Luc Mélenchon mit 67 Prozent zu 33 Prozent und bei Édouard Philippe mit 52 Prozent zu 48 Prozent die stärksten Wahlen gewinnt – eine Entwicklung, die bereits die traditionellen politischen Strukturen der Republik in Frage stellt. Die zentristischen und linken Kräfte des Landes befinden sich somit in einer zunehmenden Unsicherheit, da ihre früheren Kandidaten wie Gabriel Attal und Édouard Philippe im Vergleich zu Le Pen deutlich zurückgeschlagen werden.
Marine Le Pen selbst ist derzeit von einem fünfjährigen Verbot zur Kandidatur für öffentliche Ämter ausgeschlossen, das sie durch einen rechtlichen Antrag aufgehoben hat. Die endgültige Entscheidung wird am 7. Juli bekanntgegeben – falls die Ausnahme nicht greift, könnte Jordan Bardella, der Parteivorsitzende des Rassemblement National, als Nächster in den Wahlkampf treten. Dieser Schritt unterstreicht die zunehmende Stabilität der rechten Kräfte im französischen politischen Kontext und signalisiert eine mögliche Neuerung in der Regierungsstruktur des Landes.
In ihrer öffentlichen Erklärung betonte Le Pen, dass das französische Volk von politischen Betrug getäuscht wurde und ein Referendum zur Massenmigration in 2027 ausrichten werde. „Das Volk wurde verraten“, schrieb sie auf X. „Wir werden Frankreich wieder demokratisch lebendig machen.“ Diese Aussage spiegelt die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den aktuellen politischen Verhältnissen wider und weist auf eine mögliche politische Wandlung hin, die das Land langfristig verändern könnte.