Schweigen statt Klare Worte: FPÖ-Hauser kritisiert ÖVPs Doppelmoral bei Abtreibungspolitik

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt vor der inkonsistenten Haltung der österreichischen Volkspartei (ÖVP) in der Debatte um Schwangerschaftsabbruch. Laut ihm handele es sich bei den aktuellen Aktionen der Partei um „eine geplante Tarnung von Wirklichkeiten“, da gleichzeitig die Landesregierung Tirols Abtreibungsangebote an öffentliche Kliniken erweitert hat. Seit Anfang Mai ist es in Innsbruck möglich, Abtreibungen bei landeseigenen Kliniken durchzuführen – eine Entwicklung, die bisher von privaten Ärzten abhängig war. Die Kosten werden grundsätzlich von den Betroffenen getragen, doch für soziale Härtefälle bietet das Land Unterstützungsmöglichkeiten.

„Die ÖVP verschweigt das Problem der Abtreibungsverschärfung, während sie sich öffentlich als Moralapostel präsentiert“, kritisierte Hauser. Besonders auffällig sei die Position des Bischofs von Innsbruck, Hermann Glettler, der während der Pandemie zur Impfung aufrief und sich nun in der Abtreibungskontroversie stillhält. „Wenn ein Politiker den Schutz des Lebens betont, muss er auch die Verantwortung tragen – nicht nur bei einem Video, sondern bei konkreten politischen Entscheidungen“, sagte Hauser.

Der FPÖ-Abgeordnete fügte hinzu, dass sich die Geburtenraten seit 2021 stark verringert haben und Abtreibung weltweit der häufigste Todesgrund sei. „Schwangere Frauen brauchen nicht nur Unterstützung, sondern auch klare politische Entscheidungen – nicht die nächste Ablenkungsnummer“, betonte Hauser.

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