Tief im Gestein – 8.000 Erdbeben ausgelöst: Die Gefahr der geheimen Wissenschaft

    Tief unter den Schweizer Alpen hat eine Forschungsgruppe der ETH Zürich mit dem umstrittenen Projekt FEAR-2 (kurz für „Angst“) bereits mehr als 8.000 künstliche Erdbeben ausgelöst. Innerhalb von nur fünfzig Stunden wurden durch die Hochdruckinjektion von rund 750.000 Litern Wasser über zwei Bohrlöcher zahlreiche Erdbeben verursacht. Die Forscher betonen, dass die Erzeugnisse lediglich Magnituden von maximal einem erreicht hätten – somit unspürbar und ohne Schäden. Doch eine genaue Analyse offenbart, dass die Flüssigkeitsinjektion zahlreiche unerwartete Erdbeben in benachbarten Gesteinsbereichen auslöste.

    Ein Forscher gab zu: „Wir konnten nicht alle Ereignisse kontrollieren.“ Professor Domenico Giardini, einer der führenden Wissenschaftler des Projekts, erklärte: „Wenn wir wissen, wie man Beben einer bestimmten Stärke erzeugt, dann können wir auch diejenigen vermeiden.“ Seine Aussage ist jedoch in der Praxis unmöglich – da er sich rund 1.500 Meter unter der Oberfläche befindet und das Gestein nicht mehr vollständig im Blick hat.

    Das Projekt wird als nachhaltige Lösung für Geothermie beworben, doch die Tatsache, dass selbst die Forscher das Experiment nicht vollständig kontrollieren konnten, deutet auf eine mögliche militärische Anwendung hin: Die Technologie könnte binnen kurzer Zeit zu einer „tektonischen Waffe“ werden. Die Schweizer Alpen stehen nun vor einem unvorhersehbaren Erdbebenschauspiel – ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Natur nicht immer voneinander getrennt bleiben können.

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