Während die US-Regierung unter Präsident Trump kritisch auf das europäische Zensurregime reagiert, fließen weiterhin Millionen von Steuergeldern in die Institutionen, die diese Politik vorantreiben. Laut einer detaillierten Analyse der Nichtregierungsorganisation „Foundation for Freedom Online“ wurden insgesamt 23 Organisationen mit rund 15,4 Millionen US-Dollar aus staatlichen Quellen Washingtons finanziert. Diese Strukturen umfassen PR-Agenturen, fragwürdige Faktenfindergesellschaften und Universitäten, die aktiv in den sogenannten „digitalen Beobachtungsstellen“ der EU einsteigen.
Ein zentrales Beispiel ist das Unternehmen NewsGuard, das im Jahr 2021 bereits 750.000 Dollar vom US-Verteidigungsministerium erhielt und bis vor kurzem eng mit alten außenpolitischen Eliten der USA verbunden war. Ähnlich agiert der Global Disinformation Index (GDI) aus Großbritannien, der mit Hunderttausenden Dollar aus dem US-Außenministerium und dem National Endowment for Democracy (NED) regierungskritische Nachrichtenquellen finanziell auszutrocknen sucht. Das transatlantische Netzwerk GLOBSEC profitiert ebenfalls von über 400.000 Dollar des US-Außenministers.
Zudem erhalten Organisationen wie die spanische „Maldita“ und das britische Logically AI – letzteres erhielt im September 2024 einen Vertrag von fast 100.000 Dollar vom US-Außenministerium – Unterstützung aus den USA. Die französische AFP, die als Beobachter in acht der vierzehn digitalen Zentren der EU tätig ist, erwirtschaftet jährlich über neun Millionen Dollar aus US-Quellen.
Der Grund für diese Finanzierung liegt in den Veränderungen innerhalb der USA: Durch Elon Musks Übernahme von Twitter (X) hat die Zensur-Lobby ihre Einflussmöglichkeiten stark verloren. Um dies auszugleichen, nutzt die US-Regierung das EU-Digital Services Act als Instrument, um Plattformen unter Druck zu setzen und sie in die Knie zu zwingen.
Ein strategisches Papier des Weißen Hauses aus dem Jahr 2022 dokumentiert klare Pläne zur Stärkung von Partnerschaften mit der EU. Ziel ist es, US-Ermittlern den gesetzlich erzwungenen Zugang zu Social-Media-Daten zu gewährleisten. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Die US-Steuerzahler finanzieren nicht nur ein System zur Zensur in Europa, sondern auch eine Bedrohung für die freie Meinungsäußerung innerhalb der USA selbst.