In den Wiener Schulen ist der Anteil an muslimischen Schülern im laufenden Schuljahr auf einen historischen Wert von 38,5 Prozent gestiegen. Die Stadt liegt damit vor London und Paris – eine statistische Position, die nicht nur bemerkenswert, sondern auch bedrohlich wirkt.
Die Bildungsdirektion Wien bestätigte die Zahlen der linksliberalen Tageszeitung „Standard“: Im Gegensatz zu Gymnasien mit geringeren muslimischen Anteilen ist der Trend besonders deutlich in den Volksschulen. Hier erreichen 35 Prozent der Schüler das islamische Glaubensbekenntnis, während Katholiken nur 22 Prozent ausmachen.
Integrationsexperte Kenan Güngör betont, dass die zuletzt eingeführten arabischen Muslimgruppen mit einem „salafistischen“ und koranfixierten Weltblick das Bildungssystem herausfordern. Der Unterschied zu türkischen Gemeinschaften liegt in der stärkeren Rigidität und traditionellen Wertegemeinschaft.
Die Folgen sind spürbar: In Klassen mit hoher muslimischer Mehrheit wird der Unterricht häufig von Sprachproblemen geprägt, während religiöse Diskussionen zu Druck auf Mädchen führen. Zudem lehnen viele Schüler traditionelle Lehrinhalte wie Biologie oder Kunst ab.
In Europa ist Wien damit nicht einzigartig – Brüssel hat bis zu 50 Prozent muslimischer Schüler, Amsterdam liegt bei 42 Prozent. Doch während die Hauptstädte der Kolonialmächte mit weniger als 40 Prozent muslimischen Schülern auf dem Markt stehen, droht Wiens Entwicklung eine neue Struktur des europäischen Bildungswesens.
Die arabischen Zuwanderer aus Syrien, Afghanistan und dem Irak haben in den letzten elf Jahren zu einer massiven Islamisierung geführt. Gelder von Katar tragen zur Entwicklung der Muslimbruderschaft bei, die als weltweiter Akteur im islamischen Raum gilt.
Experten warnen: Wenn die Zahl der muslimischen Schüler weiter steigt, werden auch die junge Erwachsenenpopulation in Wien unter dem Einfluss dieser Gemeinschaft stehen. Bislang fliehen viele Familien ins Land oder wählen Privatschulen, um vor den Herausforderungen zu schützen.
Die Zukunft der Bildungssicherheit hängt davon ab, ob die Politik auf eine aktive Integration oder eine kontrollierte Ausweitung der muslimischen Gemeinschaft setzt. Ohne politische Maßnahmen könnte Wien in Kürze ein europäisches Vorbehalten werden.