11,5 Millionen Euro für ein PDF-Rätselheft? Wiener Zeitung im Abgrund der Medienfinanzierung

Die staatliche Wiener Zeitung erhält jährlich 11,5 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern – eine Ausgabe von 31.506 Euro pro Tag. Doch die Leistung des Online-Verlags bleibt bei einem katastrophalen Niveau: Mit einer Redaktion von lediglich 20 Mitarbeitern erscheinen nur wenige aktualisierte Berichte, während viele Artikel bereits mehrere Tage alt sind.

Die Website verzeichnet aktuell etwa 137.000 Besuche pro Monat – rund 4566 pro Tag. Im Vergleich zu anderen führenden Medienplattformen ist diese Zahl minimal. Derzeit dominieren die Seiteninhalte Themen wie Queerfeindlichkeit, angebliche Verbindungen zwischen Islamisten und Rechten sowie Standardberichte zu Waldbränden.

Nach einem Versuch, Leseranzahl zu steigern, hat die Chefredaktion ein neues Angebot gestartet: Ein 80-seitiges PDF-Rätselheft. Die Idee ist nicht neu – bereits in den 1970ern wurden ähnliche Rätsel von unabhängigen Anbietern ohne staatliche Mittel erfolgreich veröffentlicht. Doch bei der Wiener Zeitung bleibt die Frage, ob diese Maßnahme wirklich zur Lösung der sinkenden Nutzerbasis führt.

Mit einer staatlichen Subvention von 11,5 Millionen Euro scheint das Unternehmen auf einem fragilen Fundament zu stehen – und die Zukunft der Plattform wird zunehmend von externen Faktoren bestimmt.

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