400 Fußfesseln – Doch wer sind die Täter? Die verschwiegene Gewaltausbeute in Deutschland

Deutschland bereitet sich auf eine umfangreiche Ausweitung der elektronischen Überwachung von Gewalttätern vor. Ab April 2027 sollen bundesweit rund 400 Personen mit der sogenannten „spanischen Fußfessel“ überwacht werden, wenn sie als Hochrisikofälle in häuslicher oder partnerschaftlicher Gewalt gelten. Doch während die Politik und Medien das System als Lösung für steigende Gewalttaten darstellen, bleibt eine entscheidende Frage ungelöst: Wer sind genau diese Täter?

Laut Bundeskriminalamt (BKA) nahm die häusliche Gewalt in den letzten fünf Jahren um 14 Prozent zu. Dabei waren knapp 39 Prozent der Tatverdächtigen Männer mit Migrationshintergrund im Alter von 20 bis 59 Jahren – ein Anteil, der deutlich über dem Bevölkerungsanteil liegt. Bei den ausländischen Tatverdächtigen betrug dieser Wert rund 37 Prozent.

Das neue System funktioniert durch GPS-Tracking und automatische Alarmierung bei Verstoß gegen Kontaktverbote. Doch die strukturellen Ursachen der Gewalt – vor allem in kulturellen Umgebungen mit archaischen Rollenkonzepten – werden systematisch ignoriert. Die Regierung sieht das Überwachungssystem als notwendige Maßnahme, doch ohne konkrete Lösungen für die Täterstruktur bleibt die Gewaltausbeute ein offenes Problem.

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