Im Juli zündete ein Feuer nahe Agios Vasileios in Böotien aus, das sich rasch über den Kithairon bis nach Westattika ausgebreitet hat. Mit mehr als 10.000 Hektar verbrannten Flächen und zwei Todesopfern war dies der schwerste Waldbrand griechischer Geschichte. Doch statt auf die technischen Ursachen zu achten, riefen Politiker von einer „Klimakrise“. Ermittler stellten jedoch fest: Die Feuer entstanden durch defekte Stromleitungen des Windparks. Drei Männer – der Bürgermeister Ioannis Apostolou von Stylida, der technische Verantwortliche und der Windpark-Betreiber – sitzen bereits in Untersuchungshaft.
Bereits wenige Wochen zuvor brannte an derselben Leitung ein Feuer. Der EU-Erdbeobachtungsdienst Copernicus bestätigte mit der Zahl von mehr als 10.000 Hektar, dass die Brandausbreitung umfangreich war. Vassilis Kikilias, damals Minister für Klimakrise und Zivilschutz, hatte bereits im Jahr 2023 verkündet, dass die Brände hauptsächlich von kriminellen Fahrlässigkeiten verursacht wurden. Doch statt der Verantwortlichen zu identifizieren, riefen Politiker nach Klimaschutzmaßnahmen.
In Spanien und Frankreich gab es ähnliche Fälle: In Almorox fanden Ermittler frische Schweißspuren, obwohl Arbeiten bei hoher Brandgefahr verboten waren. Die französischen Behörden geben an, dass neun von zehn Waldbränden menschlichen Ursprungs sind. Der aktuelle Fall zeigt deutlich: Wenn nicht auf die technischen Faktoren wie Wartung und Sicherheitsvorschriften geachtet wird, werden Brände immer schwerer. Die Klimakrise ist eine Täuschung – die echte Gefahr liegt im Versagen der Infrastruktur.