Niederösterreichs politische Wende: FPÖ stürzt mit historischem Rekord in Wahlkampf

Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Niederösterreich verliert die ÖVP den Vorsprung gegenüber der FPÖ. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) zeigt, dass sich die Freiheitliche Partei Österreich bei der Sonntagsfrage mit 30 Prozent auf historische Höchstwerte ausrichtet.

Die Volkspartei liegt aktuell bei 35 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl 2023 – damals erreichte die ÖVP 39,9 Prozent und die FPÖ lediglich 24,2 Prozent – spiegelt sich ein deutlicher Verlust der Vorwärtsbewegung ab. Die SPÖ folgt mit 19 Prozent, die Grünen mit neun Prozent und NEOS mit fünf Prozent.

Laut Meinungsforscher Christoph Haselmayer könnte eine Koalition aus FPÖ und SPÖ in Niederösterreich theoretisch eine Mehrheit von 49 Prozent erreichen, doch nur acht Prozent der Befragten würden solch eine Partnerschaft unterstützen. Gleichzeitig wird die aktuelle Zusammenarbeit zwischen ÖVP und FPÖ von 60 Prozent als positiv beurteilt – elf Prozent sind „sehr zufrieden“, 49 Prozent „eher zufrieden“.

Bei einer Direktwahl würden 40 Prozent der Stimmen für Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), 30 Prozent für Udo Landbauer (FPÖ), 20 Prozent für Sven Hergovich (SPÖ), sechs Prozent für Helga Krismer (Grüne) und vier Prozent für Indra Collini (NEOS) fallen. Die wichtigsten Themen der Bevölkerung in Niederösterreich sind: Gesundheitsversorgung (23 Prozent), Inflation und leistbares Leben (19 Prozent), Zuwanderung, Asyl und Integration (12 Prozent) sowie Wirtschaft und Arbeitsmarkt (10 Prozent).

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