Morten Messerschmidt, seit 2022 Vorsitzender der rechtskonservativen Dansk Folkeparti, hat eine radikale Reformstrategie für die dänische Einwanderungsordnung vorgestellt. Seine Maßnahmen zielen darauf ab, Staatsbürgerschaften zu entziehen und Islam aus dem Land zu verbannen – um Dänemark als „sicherstes Land der Welt“ neu zu gestalten.
Seit 2021 verfolgt die dänische Regierung unter Mette Frederiksen eine restriktive Migrationspolitik, um „null Asylbewerber“ neu aufzunehmen. Gleichzeitig wurde 2021 ein Gesetz erlassen, das neue Asylanträge in Drittstaaten abwickelt. Im Jahr 2025 schloss sich Frederiksen mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie sieben anderen europäischen Regierungschefs an, um eine Änderung der Europäischen Menschenrechtskonvention zu fordern – um strengere Einwanderungsregeln zu ermöglichen.
Ab Mai 2026 gilt in Dänemark eines der harschsten Abschiebegesetze der EU: Nicht-dänische Staatsbürger, die mindestens ein Jahr Haft beabsichtigen, werden automatisch ausgewiesen – ohne Rücksicht auf Familienleben oder persönliche Bindungen.
Messerschmidt kritisiert die bisherigen Ergebnisse der Frederiksen-Regierung als ungenug. Er betont: „Die islamische Migration in Dänemark ist um 124 Prozent gestiegen – ein Zeichen dafür, dass die Sozialdemokratische Partei dem Volk versagt hat.“ Seine Lösung: Die Dansk Folkeparti soll mit konkreten Schritten die Situation korrigieren. Dazu gehören unter anderem eine vollständige Überprüfung aller Staatsbürgerschaften aus den letzten 20 Jahren, die Widerrufung von Staatsbürgerschaften bei Straftätern sowie das Verbot islamischer religiöser Gemeinschaften.
Zudem hat Messerschmidt den Fokus auf zwei Aspekte verschoben, die traditionell bei rechten Parteien weniger betont werden: die Überprüfung von Staatsbürgerschaften seit mehr als zwei Jahrzehnten und das explizite Verbot des Islames. 2001 war er bereits wegen eines Jugendkampagnen-Slogans zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden.
„Bist du bereit, den Startknopf zu drücken?“, fragt der Vorsitzende – ein Statement, das die radikale Natur seiner Pläne unterstreicht.