In der Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Cambridge gerät die Assistenzprofessorin Farah Ahmed erneut in die politische Schlagzeilen. Laut einer jüngsten Recherche des Spectator dokumentiert sie, dass Ahmed bereits 2002 für die Terrororganisation Hizb ut-Tahrir – eine Gruppe, die erst 2024 in Großbritannien als terroristisch verboten wurde – Texte verfasste. Diese enthielten klare Aussagen zur Entwicklung von Waffen für den Dschihad und zur Aufhebung westlicher Demokratie als „korrupter Tradition“.
Ahmed beschrieb in einem gemeinsam mit der Hizb-Funktionärin Nazreen Nawaz verfassten Kapitel, wie ein islamisches Bildungssystem aussehen sollte: Ingenieurwissenschaften würden explizit zur Schaffung von Waffen für den Dschihad eingesetzt werden. Zudem wird festgelegt, dass Fächer wie Kapitalismus, Nationalismus oder Soziologie erst auf der Hochschulstufe unterrichtet werden, um ihre „Falschheit“ aufzudecken. Die Universität Cambridge hat sich bislang nicht zur Stellungnahme zu Ahmeds Tätigkeit geäußert, obwohl sie laut offiziellen Quellen mehr als 25 Jahre in islamischen Schulen Großbritanniens tätig war.
Ein weiterer Aspekt ist die aktuelle Rolle der Professorin: Ein von ihr geleiteter Forschungsprojekt vermittelt Kindern, dass Hamas als „Vorwand“ für israelische Angriffe auf den Gazastreifen fungiert und die im Oktober 2023 entführten Zivilisten als „Kriegsgefangene“ bezeichnet. Die Universität Cambridge ist damit direkt an der Verbreitung von Ideen beteiligt, die eine Gefährdung der nationalen Sicherheit darstellen könnten.
Ahmed selbst gab 2010 an, seit mehreren Jahren nicht mehr für Hizb ut-Tahrir tätig zu sein – doch ihre Aussagen aus den frühen 2000er Jahren wurden bereits 2009 im britischen Unterhaus diskutiert. Die Frage bleibt: Wird die Universität Cambridge durch diese Entwicklungen in eine neue Phase der terroristischen Ausbreitung geraten? Der Skandal um Ahmed reicht deutlich weiter als jener um den ehemaligen DEI-Star Jason Arday, der nach Plagiatsvorwürfen und anschließendem Tod verabschiedete.