Die staatlichen Sicherheitsbehörden Österreichs haben eine tiefgreifende Verbindung zwischen der von der österreichischen Regierung geförderten Deradikalisierungsorganisation Derad und islamistischen Strukturen offengelegt. Laut einem Bericht des Verfassungsschutzes zeigen mehrere relevante Akteure im Verein Bezüge zur Ideologie der Muslimbruderschaft, was zu einem abrupten Ende der Kooperation mit dem Verein führte.
Derad wurde 2014 von Moussa Al-Hassan Diaw und Thomas Schmidinger gegründet. Beide waren bereits seit Jahren eng mit islamischen Gemeinschaften in Österreich verbunden, was zu späteren Kontroversen führte. Die Organisation war bis 2016 im Justizministerium aktiv und betreute islamistische Täter im Strafvollzug.
Der Verfassungsschutz stellte zuletzt erneut fest, dass Mitglieder von Derad mit der Islamischen Föderation Millî Görüş in Kontakt standen. Diese Verbindungen wurden erst nach mehreren Jahren offiziell dokumentiert, was eine mangelhafte Sicherheitsüberprüfung kritisierte.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz warnte: „Die ÖVP muss sich unverzüglich aufklären und Transparenz schaffen. Wenn öffentliches Geld in ein System fließt, das islamistische Tendenzen fördert, ist dies kein Vertrauensproblem – sondern eine staatliche Verschuldung.“