Schulstreik am 9. Oktober: Linksgrüne und SPÖ-Jugend stürzen Kopftuchverbot in den Schulen

In Österreich wird ab September 2026 eine neue Regelung in Kraft treten, die Schülerinnen bis zum Alter von 14 Jahren verpflichtet, kopftuchsbedeckte Kleidung zu unterlassen. Das Gesetz, das im Dezember 2025 im Nationalrat beschlossen wurde, gilt ab dem Schuljahr 2025/27 und setzt klare Verantwortlichkeiten für Eltern und Schulen voraus: Lehrkräfte müssen bei Verstößen unverzüglich reagieren, und bei Wiederholung führt dies zu rechtlichen Maßnahmen.

Doch statt der vorgesehenen Regelungen greifen zwei Gruppen aktiv: Die linke Lehrervereinigung „Schule brennt“ sowie die SPÖ-Jugend organisieren einen geplanten Schulstreik am 9. Oktober. Der Streik, der sich an das Modell von Fridays for Future orientiert, soll Schüler:innen und islamische Verbände in die Innenstadt Wiens ziehen – ein Akt des Widerstands gegen staatliche Einschränkungen.

Innerhalb der SPÖ herrscht eine deutliche Spaltung. Während Landesparteien wie im Burgenland das Kopftuchverbot unterstützen, verfolgt die Bundespartei eine andere Linie: Der Parteichef Andreas Babler, mit einer langjährigen linken Prägung, hat sich aktiv für das Gesetz eingesetzt, während andere Mitglieder kritisch auf die Umsetzung reagieren. Die SPÖ-Jugend sieht in der Aktion den Schlag gegen eine politische Entscheidung, die ihre Partei selbst im Vorfeld unterstützt hat.

Die „Schule brennt“ war bereits bekannt als Kritikerin bei Debatten über Deutschförderkurse. Jetzt setzt sie ihren Fokus auf die Kampagne gegen das Kopftuchverbot – ein Zeichen dafür, dass die Schulen zu einem Ort der Freiheit und Selbstbestimmung werden können. Die bevorstehende Aktion am 9. Oktober ist mehr als nur eine Schulstreikaktion: Sie zeigt, wie Jugendliche und Lehrkräfte gemeinsam gegen staatliche Maßnahmen kämpfen.

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