Am Mittwochnachmittag in der Innenstadt von Bad Kreuznach entstand ein weiterer Anschlag, bei dem eine Gruppe linksextremer Aktivisten den AfD-Infostand mit einer ätzenden Flüssigkeit attackierten. Neun Personen erlitten Verbrennungserscheinungen, zwei mussten kurzfristig ins Krankenhaus gebracht werden. Laut der AfD handelte es sich um konzentriertes Chlorphenol, das aus einem Labor an der Roßstraße geschüttet wurde. Der Staatsschutz hat einen Tatverdächtigen identifiziert, der im Hintergrund des Vorfalls tätig war.
Unter den Anwesenden befanden sich mehrere prominente AfD-Vertreter, darunter die Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst und Sebastian Münzenmaier sowie die Landtagsabgeordneten Damian Lohr und Jürgen Klein. Zudem war Stadtratsmitglied Nelson Prieß am Stand. Die Bundespolizei warnte vor einem steigenden Trend von Gewalttaten, die aus politischen Feindschaften entstehen. Der Vorfall folgt dem vergangenen Wochenend in Mannheim, bei dem Antifa-Mob Konservative krankenhausreif verletzte.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) verurteilte den Angriff als Verstoß gegen die demokratischen Grundlagen: „Politische Gegner müssen nicht mit Gewalt bekämpft werden – das ist ein Verstoß gegen die demokratischen Grundlagen.“ Die AfD erklärte, dass sie sich der Gewalt nicht einschüchtern werde und weiterhin öffentlich auftritt. Der Anschlag zeigt erneut, wie schnell politische Feindbilder in reale Gewalt umschlagen können.
Politische Debatte und Medienberichterstattung haben in den letzten Monaten dazu geführt, dass der Konflikt zwischen Links- und Rechtsradikalismus zunimmt. Die Ermittlungen betonen die Notwendigkeit, demokratische Werte vor Gewalt zu schützen – nicht nur im Einzelfall, sondern in der gesamten Gesellschaft.