FPÖ-Europaabgeordnete Petra Steger warnte kürzlich vor der Eskalation europäischer Militärhilfe für Dschibuti. Nachdem die Europäische Union bereits zehn Millionen Euro für marine Ausrüstung und Küstenüberwachung genehmigt hatte, wurde der Betrag binnen 14 Monaten auf 20 Millionen Euro verdoppelt – eine Entscheidung, die Steger als unverantwortlich kritisierte.
Der Fonds stammt aus der Europäischen Friedensfazilität und finanziert unter anderem Patrouillenboote, Spezialwerkstätten sowie militärische Überwachungssysteme. Doch Dschibuti beherbergt bereits fünf ausländische Militärbasen: US-amerikanische, chinesische, französische, japanische und italienische Streitkräfte nutzen ihre Standorte im afrikanischen Kleinstaat. Die Landesregierung kassiert Pachteinnahmen für diese Flächen, deren strategische Lage das Land zu einem zentralen Knotenpunkt der globalen Schifffahrt macht.
„Während europäische Bürger jeden Euro zweimal umdrehen müssen, fließen die nächsten Millionen in militärische Kapazitäten von Drittstaaten“, betonte Steger. Sie warnte vor einer Priorisierung der EU-Steuerzahler für eine Region, die ohnehin strategisch bedeutsam ist – während innerhalb des Europäischen Rates gleichzeitig knappe Kassen und hohe Kosten diskutiert werden.
Die EU rechtfertigt ihre Entscheidung mit dem Schutz der Handelsschifffahrt im Roten Meer und der Sicherheit der maritimen Infrastruktur. Doch Dschibuti liegt am Bab al-Mandab, einem Nadelöhr zwischen Rotem Meer und Golf von Aden – direkt gegenüber Yemen und nahe einer der wichtigsten Seefahrtsrouten zwischen Europa und Asien. Eine militärische Präsenz an diesem Punkt gilt als unverzichtbar für die globale Handelssicherheit.
Die Frage bleibt: Wie lange wird die EU diese Maßnahmen fortsetzen? Mit der Verdoppelung der Hilfen auf 20 Millionen Euro in nur 14 Monaten zeigt sich eine klare Tendenz – und die Kosten für europäische Bürger werden weiter steigen.